Cyprus Sunshine-Cup, Finale in Amathous
Langsam, schmerzvoll aber erfolgreich
Rothaus-Cube-Bikerin Alexandra Engen hat beim Finale des Cyprus Sunshine-Cup in Amathous-Agios Tychonas ihren dritten Rang in der Gesamtwertung verteidigt. Die Schwedin wurde Tagessechste, Barbara Benkó und Hanna Klein belegten die Ränge acht und elf. Bei den Herren erreichte Heiko Gutmann das Ziel als 31.
Für Alexandra Engen begann der dritte und letzte Wettbewerb des Cyprus Sunshine-Cup zwischen den Ruinen von Amathous ganz gut. Sie setzte sich mit Annika Langvad an die dritte, respektive vierte Position, während an der Spitze überraschend Mona Eiberweiser (Deggendorf) vor Anja Gradl (Kastl) die Regie übernahm.
Dem Tempo der Dänin zeigte sie Engen ab der zweiten 7,6-Kilometer-Runde an diesem Tag nicht mehr gewachsen, so dass sie den Kontakt verlor. Als Weltcupsiegerin Lisi Osl (Österreich) immer stärker wurde, fiel die Schwedin auf dem fünften Platz zurück.
Für den Rest des Rennens kämpfte die U23-Vizeweltmeisterin mit der Slowakin Janka Stevkova und der Russin Ekaterina Anishova um diesen fünften Rang.
Während sie Anishova letztlich in Schach halten konnte, verlor sie das Duell gegen Stevkova und überquerte schließlich mit 4:14 Minuten Rückstand auf Eiberweiser (1:48:27 Stunden) die Ziellinie.
„Das war heute sehr langsam und sehr schmerzvoll aber der Kurs hat Spaß gemacht. Ich habe mich heute müde gefühlt vom Training. Aber es gibt keinen Grund zu klagen. Ich hatte zwei tolle Trainingswochen und ich bin Dritte in der Gesamtwertung“, resumierte Engen ihr Rennen.
Barbara Benkó zollte ebenfalls dem harten Trainingsprogramm Tribut. Nachdem sie zu Beginn noch auf dem sechsten Rang lag, fiel sie zurück auf Platz zehn, um dann aber wieder zwei Positionen gut zu machen. „Ich hatte auch Probleme mit meinem Knie, aber letztlich war ich vom Training noch kaputt. Trotzdem war das Rennen wichtig und eine sehr gute Belastung“, erklärte die Ungarin, die als Achte 5:25 Minuten Rückstand hatte.
Hanna Klein (Freiburg) erzählte von einer ähnlichen Befindlichkeit. Auf dem ruppigen Kurs bekam sie auch ihre bekannten Probleme im Rücken wieder zu spüren, so dass sie nach einer ordentlichen Startphase auf Rang 13 zurück fiel. Dann machte sie wieder zwei Plätze gut, was sie aber auch nicht besonders aufbaute, zumal sie dann sowohl nach vorne wie nach hinten größere Abstände verzeichnete. „Ich hatte keine Kraft“, zuckte sie mit den Schultern. Sie klassierte sich auf Rang elf mit einer Differenz von 8:44 Minuten auf Eiberweiser, die mit 1:03 Minuten Vorsprung auf Weltcupsiegerin Elisabeth Osl und 1:52 vor Annika Langvad gewann.
Gutmann mit Defekt in der Startloop
Heiko Gutmann (Münstertal) beendete das Männer-Rennen über sieben Runden auf Platz 31. Bereits in der Startloop holte er sich einen Reifendefekt. Gutmann versuchte mit der verbliebenen Luft weiter zu fahren, musste sich dann aber in der ersten Runde doch zum Reifenwechsel entscheiden. So büßte er viele Positionen ein und hatte danach Mühe auf den vielen Singletrails weiter nach vorne zu fahren.
„Ich bin nach dem Defekt vielleicht etwas zu schnell wieder angegangen. Dann habe ich in der Verpflegung auch mal eine Flasche verpasst, vielleicht hatte ich deshalb eine kurze Schwächephase in der Mitte des Rennens. Am Schluss konnte ich noch einmal drei Plätze gut machen“, erzählte Gutmann von seinem Rennen, das er mit 16:25 Minuten Rückstand auf den Sieger Jaroslav Kulhavy (Tschechien, 2:02:22 Stunden) erreichte.
Teamkollege Felix Euteneuer (Freiburg) erwischte keinen guten Tag. Nach einem guten Start fiel er immer weiter zurück und wurde schließlich mit vier Runden Rückstand auf Rang 46 geführt. „Ich habe mich müde gefühlt“, war seine Erklärung am Ende eines zweiwöchigen Trainingslagers.
Kulhavy gewann das Rennen überlegen mit 3:04 Minuten Vorsprung auf den Belgier Roel Paulissen und 3:10 Minuten vor Jan Skarnitzl (Tschechien). Bester Deutscher war Karl Platt (Osthofen) auf dem achten Rang (7:40 zurück).
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